Presseartikel
(nach Erscheinungsdatum): |
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HAZ |
11.07.2011 |
Interview mit Dietmar Nietan,
(Vorsitzender DPG-Bundesverband) |
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HAZ |
02.07.2011 |
Polen mit Schwung nach Brüssel |
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HAZ |
28.06.2011 |
Über Grenzen gehen |
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HAZ |
25.06.2011 |
Polens Einstieg in die Atomkraft |
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HAZ |
22.06.2011 |
Deutsche und Polen |
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HAZ |
16.10.2009 |
Das Bild von den Nachbarn
„Polen verstehen“: Hannover begeht zum ersten Mal einen polnischen Tag
im Rathaus. |
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HAZ |
27.04.2009 |
Ein europäischer Geburtstag
Deutsche und Polen feiern |
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HAZ vom 11.07.2011 |
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Interview mit Dietmar Nietan (Vorsitzender
DPG-Bundesverband) |
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„Polen will für Europa streiten und kämpfen“
Interview: Christian Holzgreve |
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Herr
Nietan, wie entwickeln sich die deutsch-polnischen Beziehungen?
Aus meiner Sicht gut. Es gibt eine große politische Übereinstimmung
zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Polens Regierungschef Donald Tusk.
Und es gibt ein großes gemeinsames Interesse, die polnische
EU-Ratspräsidentschaft zum Erfolg zu führen.
Welche Rolle kann Polen jetzt während der EU-Ratspräsidentschaft
einnehmen?
Warschau kann eine sehr positive Rolle spielen, weil die polnische
Regierung europapolitische Ambitionen hat. Tusk hat bei seiner Rede vor
dem Europaparlament vor wenigen Tagen sehr viel Applaus erhalten für
seine proeuropäischen Positionen. Für die Regierung Tusk ist Europa
etwas, für das es sich lohnt zu streiten und zu kämpfen. Ich erwarte mir
neue Dynamik für die EU, weil Warschau seine Ratspräsidentschaft nicht
einfach nur abarbeiten will.
Ist Polen nach seinem Beitritt 2004 jetzt endgültig in der EU
angekommen?
Absolut. Wenn ich in den Jahren zwischen 2000 und 2004 Freunde in
Polen gesprochen habe, dann haben die gesagt: „Wir brauchen noch Zeit.
Wir sind Mitglied der Nato geworden – und jetzt kommt der Beitritt zur
EU.“ Später kam dann die schwierige Zeit der Brüder Kaczynski. Aber
jetzt will Polen Europa mitgestalten, die polnische Regierung lässt
daran keinen Zweifel.
Und die Deutschen bauen ihre Vorurteile langsam ab?
Ich denke, die Bundesbürger haben gelernt, dass sich in Polen eine
dynamische Wirtschaft entwickelt – und dass sie vor polnischen
Arbeitnehmern in Deutschland keine Angst haben müssen. Im Gegenteil: Gut
ausgebildete Fachkräfte, etwa im Gesundheitsbereich, haben für uns
volkswirtschaftlichen Nutzen.
Sind die deutsch-polnischen Beziehungen ausbaufähig?
Ja. Wichtig ist, dass sich Polen und Deutschland über
gutnachbarliche Beziehungen hinaus gemeinsame Ziele setzen, die auch der
EU dienen. Ich denke da an die östliche Partnerschaft oder die
europäische Koordinierung der Finanz- und Wirtschaftspolitik. Es ist
deshalb sinnvoll, das Weimarer Dreieck – bestehend aus Polen,
Deutschland und Frankreich – wieder stärker zu beleben. Ich habe sogar
als sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter den Eindruck, die
Bundesregierung versucht, beide Partner ins Boot zu holen. Und es deutet
sich an, dass auch Frankreich diese Chance erkennt. |
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HAZ vom 02.07.2011 |
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Polen mit Schwung nach Brüssel |
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Symbolischer Stabwechsel in Warschau: Orban übergibt
EU-Ratsvorsitz an Tusk |
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VON JACEK LEPIARZ
Warschau. Polen will der von Schuldenkrise und
Euro-Skepsis schwer geplagten EU neuen Schwung geben. Warschau
übernahm am Freitag von Budapest für ein halbes Jahr den
EU-Ratsvorsitz. Der ungarische Regierungschef Victor Orban übergab
am Nachmittag in Warschau seinem polnischen Amtskollegen Donald Tusk
den symbolischen Stab. Bei einer feierlichen Parlamentssitzung hatte
sich zuvor Staatspräsident Bronislaw Komorowski für ein starkes
Europa eingesetzt. Polen ist seit 2004 EU-Mitglied. Das
europabegeisterte Land koordiniert erstmals die Arbeit der
Gemeinschaft der 27 Mitgliedsstaaten.
Er sei sicher, dass Polens Vorsitz mit einem Erfolg ende, sagte
Orban beim Treffen mit Tusk in dessen Regierungssitz in Warschau.
Der konservative Politiker schenkte Tusk ein Fass mit ungarischem
Tokajer-Süßwein. „Weil jeder Erfolg begossen werden muss“, sagte er.
Tusk lobte die ungarische Präsidentschaft als „eigentlich
fehlerfrei“. Der Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien
sei eine „kapitale Leistung“ seines Vorgängers gewesen. In der EU
war Ungarn unter anderem wegen der umstrittenen Mediengesetze stark
kritisiert worden. Polen und Ungarn verbindet seit Jahrhunderten
eine enge Freundschaft.
Komorowski sprach sich im Parlament für eine starke EU aus. „Unser
Ziel ist ein starkes Polen in einem starken Europa“, sagte er. Das
liberal-konservative Staatsoberhaupt kündigte an, sein Land wolle
ein „verantwortungsvoller und optimistischer“ Lenker der EU sein.
„Polen liegt nicht nur im Herzen Europas, sondern hier schlägt ab
heute stark das Herz des ganzen Kontinents“, betonte Komorowski.
Die Öffnung der EU nach Osten gilt als eine der Prioritäten
Warschaus. Angestrebt wird der Abschluss von Assoziierungsabkommen
mit der Ukraine und Moldawien. Auch andere osteuropäische Länder,
darunter Georgien und Weißrussland, sollen näher an Europa
heranrücken. Diesem Ziel dient der Gipfel der östlichen
Partnerschaft Ende September in der polnischen Hauptstadt. Es werde
aber „keine Kollision“ mit der Hilfe für Nordafrika geben,
versicherte Tusk.
Durch die Liberalisierung des Binnenmarktes will Polen zudem das
Wachstum in Europa beschleunigen. Auch Energiesicherheit und eine
gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gelten als wichtig.
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HAZ vom 28.06.2011 |
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Über Grenzen gehen |
Praktika sind aus den Lebensläufen von Berufseinsteigern kaum noch
wegzudenken. Ins Ausland wagen sich allerdings nur die wenigsten. Doch
es lohnt sich.
Patrycja
berichtet auf ZiSH von ihren Erfahrungen in einem Hotel an der
polnischen Ostseeküste. |
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ZiSH/ISABEL CHRISTIAN
Nachdenklich lehnt Patrycja Jaroszewski am Fensterrahmen ihres Büros und
blickt auf die tosende Ostsee. Dem Meeresklima an der polnischen Küste
wird eine anregende, heilende Wirkung nachgesagt. Gegen Heimweh hilft
das Wasser jedoch nicht. Patrycja vermisst ihr Zuhause, ihre Familie,
ihre Freunde und ihren Mops Amy in Hannover.
Eigentlich müsste sie sich in Kolberg heimisch fühlen. Patrycja ist
gebürtige Polin. So war auch für sie die Entscheidung, für ein Praktikum
nach Polen zu gehen, schnell gefallen. Für ihren Bachelorabschluss im
Fach „Internationales Medienmanagement“ an der Universität Hildesheim
ist ein dreimonatiges Praktikum Pflicht. Für Patrycja bot sich so die
Chance, ihre Heimat, die sie mit ihrer Familie vor 13 Jahren verließ,
neu kennenzulernen. „Ich habe die Menschen in Polen immer für sehr
herzlich und offen gehalten“, sagt sie. „Mich interessierte vor allem,
ob sie bei der Arbeit genauso sind oder eher distanziert wie die
Deutschen.“
Auch wenn Patrycja die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Polen
verbrachte, sie dort die Schule besuchte und noch immer alte
Freundschaften in ihrem polnischen Heimatort Piła pflegt, hat sie in den
Wochen vor Reiseantritt an ihrer Entscheidung gezweifelt. Die
Vorstellung, drei Monate womöglich nur mit langweiligen Kopierarbeiten
betraut zu werden, bereitete ihr Kopfzerbrechen – unnötigerweise, wie
sich herausstellen sollte.
Patrycja sitzt an ihrem Schreibtisch aus hellem Holz, vor ihr steht ein
Computer, daneben ein Foto von ihrem Hund Amy. Durch ein großes Fenster
blicktdie23-Jährige direkt auf die Ostsee. Es ist ruhig. Nur hin und
wieder dringt die freundliche Stimme der Sekretärin durch die Wand des
Vorzimmers. Als Praktikantin im Hotel Verano hat Patrycja ihr eigenes
Reich zum Arbeiten. „Es war schon klasse, dass mir alle gleich so viel
zugetraut haben“, sagt die Studentin.
Das Hotel Verano in der Hafenstadt Kolberg, hundert Kilometer von der
deutschen Grenze entfernt, hat sich der Gesundheit und Entspannung
seiner Gäste verschrieben und bietet Swimmingpool, zwei Tennisplätze und
eine Grillstelle. Während die Gäste sich bei Wassergymnastik entspannen,
ist Patrycja meist hinter den Kulissen im Einsatz. Im Marketing und
Eventmanagementorganisiert die23-Jährige Mitarbeiterschulungen,
Geschäftsreisen und erarbeitet eine Werbekampagne für das
Frühlingsangebot des Hotels.
In der Ruhe ihres Büros brütet die Praktikantin konzentriert über den
anspruchsvollen Aufgaben. Patrycja schaut auf die tosende Ostsee, ihre
Gedanken kreisen um eine Rede, die sie für den Hoteldirektor schreiben
soll. Er spricht auf einer nationalen Klimakonferenz, zu der sich
Wissenschaftler und Mitarbeiter des polnischen Umweltministeriums im
Hotel treffen. Weil ihr die meisten polnischen Fachbegriffe fehlen,
sitzt sie auch nach Feierabend noch bis spät in die Nacht in ihrem
Zimmer und kämpft sich durch polnische Fachliteratur. „Ich dachte
wirklich, ich würde gutes Polnisch sprechen, doch die Hälfte der Wörter
hatte ich noch nie gehört.“ Ganz langsam, Wort für Wort, entsteht die
Rede. „Je näher der Abgabetermin rückte, desto nervöser wurde ich“,
blickt Patrycja zurück. Auch ihr Chef macht Druck. „Wenn ihm mein
Entwurf nicht gefiel, landete er im Müll. Dann war mir richtig zum
Heulen.“
Gerade in solchen Momenten vermisst Patrycja ihre Familie und ihre
Freunde. Es ist das erste Mal, dass sie so lange von ihren Eltern und
ihren beiden Geschwistern getrennt ist. Regelmäßig skypt und telefoniert
Patrycja mit Familie und Freunden. Einmal im Monat fährt sie mit dem Bus
nach Hannover. Die Heimfahrten finanziert Patrycja von ihren
Ersparnissen. Einen Teil ihres Lebensunterhalts übernimmt der Deutsche
Akademische Austausch Dienst, denn Patrycja ist Erasmus-Stipendiatin.
Sie wird mit 400 Euro jeden Monat unterstützt. Ein Praktikumsgehalt gibt
es nicht. Das Hotel übernimmt nur Verpflegung und Unterkunft.
Ihr Einsatz wird anders belohnt: Auf der Klimakonferenz lobt ihr Chef
sie vor allen Teilnehmern als zuverlässige und sehr engagierte
Mitarbeiterin. „Ich war in diesem Moment unglaublich stolz, diese
schwierige Aufgabe geschafft zu haben.“ Nach anstrengenden Tagen
entspannt sich Patrycja in der Salzgrotte im Wellnessbereich des Hotels
– oder sie geht am Strand laufen. „Es gab Momente, in denen ich nur beim
Joggen den Kopf freibekam“, sagt sie. „Freizeit hatte ich kaum.“
Doch die Arbeit macht Patrycja Spaß. Auch das Verhältnis zu den Kollegen
ist super. Von Anfang an fühlt sie sich so integriert, als hätte sie
schon Jahre in dem Hotel gearbeitet. „Alle waren so warmherzig und
freundlich – es war wie in einer Familie“, sagt die Studentin. Auch in
Deutschland hatte sie in diversen Nebenjobs schon mit einigen Kollegen
zusammengearbeitet. „Die waren zwar alle sehr nett, aber das Verhältnis
war eher kühl und distanziert“, sagt Patrycja.
In dem polnischen Hotel begrüßt sie die Sekretärin dagegen morgens mit
einer Umarmung und quatscht mit den Kollegen am Frühstückstisch über
Krankheiten der Haustiere. Gelegentlich trifft sie sich auch zum
Kinobesuch oder zum abendlichen Essen mit ihren Kollegen. „Die Leute
mochten sich hier nicht nur als Mitarbeiter, sondern haben sich auch
menschlich sehr geschätzt“, sagt Patrycja. In Deutschland dagegen werde
Arbeit und Privates eher getrennt.
Das positive Arbeitsklima bewirkt, dass das Heimweh mit der Zeit nicht
mehr so groß ist. Nur an das polnische Essen kann sich Patrycja nicht
gewöhnen. Es ist ihr zu rustikal und mit zu viel Fett zubereitet.
„Selbst einen Salat essen viele Polen mit einem großen Klecks
Mayonnaise“, sagt sie. Patrycja isst dagegen lieber frischen Fisch,
Pierogi – mit Sauerkraut gefüllte Teigtaschen – den Eintopf Barszcz und
polnischen Käse, den sie schon in ihrer Kindheit gerne mochte. Doch vor
allem zum Frühstück fehlt ihr das Früchtemüsli von zu Hause.
„Auch wenn ich in Polen aufgewachsen bin und ich die Mentalität der
Menschen kenne, ist meine Heimat dort, wo meine Familie und meine
Freunde sind“, sagt sie. Und dort will sie erst mal ihren Master machen.
So viel steht fest. nach dem Studium kann sich Patrycja aber schon
vorstellen, für einen festen Arbeitsplatz in ihr Geburtsland
zurückzukehren. „Das Arbeiten in Polen ist sehr angenehm, und man
bekommt als Berufsstarter viel Verantwortung, auch wenn das viel
Anstrengung erfordert.“ Nach Kolberg wird sie jedoch nur für einen
Urlaub zurückkehren. Denn beruflich möchte sie noch mehr kennenlernen
als Tourismusmarketing.
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HAZ vom 25.06.2011 |
Polens Einstieg in die Atomkraft
Im Naturparadies am Zarnowiec-See soll das erste Atomkraftwerk entstehen |
VON ULRICH KRÖKEL
Zarnowiec. Vom Wasser weht ein milder Sommerwind herüber. Er trägt den
Duft von wilden Rosen und Kiefernharz mit sich. Aber auch den
metallischen Klang der Hammerschläge, die aus einer der mächtigen
Fertigungshallen am Ufer dringen. Im Hintergrund durchbricht ein Wald
aus Strommasten das Panorama der sanften Hügellandschaft. Am Südzipfel
des Zarnowiec-Sees, 70 Kilometer nordwestlich von Danzig, ist die Natur
vor allem Bühne für menschliches Tun.
Die Reaktorruine passt sich in das Ensemble ein. Und doch weckt sie mit
ihren verwitterten Betonquadern und verrosteten Stahlstreben besondere
Neugier. Ein altersschwacher Stacheldrahtzaun hemmt den Wissensdrang.
Seelenruhig schlendert ein Wachmann der benachbarten Kabelfabrik herbei.
„Sie dürfen nicht näher heran, das ist Sperrgebiet“, erklärt er und
weist auf ein Schild mit der Aufschrift „Baugelände – Zutritt verboten“.
Doch dann lacht er und fügt kopfschüttelnd hinzu: „Nun ja, gebaut wird
hier schon seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.“
In den achtziger Jahren wollte die Volksrepublik Polen am pommerschen
Zarnowiec-See mit sowjetischer Bruderhilfe ihr erstes Kernkraftwerk
errichten. Doch daraus wurde nichts. Erst löste der GAU in Tschernobyl
eine Protestwelle aus. Und schließlich versetzte der wirtschaftliche
Kollaps nach dem Ende des Kalten Krieges den AKW-Plänen den Todesstoß.
Der Energieverbrauch ging zurück. Niemand brauchte mehr Atomstrom. Bis
heute rottet die Ruine am See vor sich hin. In direkter Nachbarschaft
allerdings blüht und gedeiht mittlerweile ein Industriegebiet –
sichtbares Zeichen des Aufschwungs. „Die Regierung hat hier eine
Sonderwirtschaftszone eingerichtet“, erklärt der Wachmann. „Und unseren
Reaktor bekommen wir auch noch.“
Während die Industrienation Deutschland nach der Atomkatastrophe in
Fukushima aus der Kernkraft aussteigen will, möchte Polen einsteigen.
Das Wirtschaftswunderland boomt und verschlingt immer mehr Energie. Nach
einer Stagnationsphase in den neunziger Jahren hat sich das
Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahrzehnt nahezu verdreifacht. Der
Energieverbrauch stieg um zehn Prozent. Und das dürfte erst der Anfang
gewesen sein: Allen Prognosen zufolge wird sich der Bedarf bis 2025
verdoppeln.
Die Regierung in Warschau hat deshalb den Bau zweier Atomkraftwerke bis
2030 beschlossen. Rund 6000 Megawatt sollen die Meiler nach und nach
liefern. Ende Juni soll das erste AKW ausgeschrieben werden. Der
rechtsliberale Regierungschef Donald Tusk ist überzeugt davon, dass er
sein Land nur mithilfe der Kernenergie zukunftsfähig machen und aus der
Abhängigkeit von russischem Gas und dem Klimakiller Kohle befreien kann.
„Die Atomkraft ist eine gute und sichere Alternative“, sagt er.
Fakt ist, dass Polen noch immer mehr als 60 Prozent seiner Energie in
meist veralteten Kohlekraftwerken erzeugt. Russisches Gas und Öl kommen
auf einen Anteil von 30 Prozent. Die erneuerbaren Energien tragen nur
7,5 Prozent zum Energiemix bei. Ihre Weiterentwicklung dürfte ähnlich
viel Zeit in Anspruch nehmen wie der Bau eines Atomkraftwerks. Und Tusk,
den die Wähler im Herbst aller Voraussicht nach für weitere vier Jahre
im Amt bestätigen werden, hat seine Prioritäten benannt.
Klarer Favorit bei der Standortsuche für den ersten polnischen Reaktor
ist der Zarnowiec-See. Eine Vorprüfung ergab: Die Anbindung an das
Stromnetz ist dort gut, die Erdbebengefahr gering und die Unterstützung
durch die Bevölkerung groß. Bei Umfragen in der Region sprachen sich
drei Viertel der Menschen für den Bau des Reaktors aus. Doch was ist so
attraktiv an einem Kernkraftwerk? Und was hat sich geändert seit den
Protesten der achtziger Jahre? „Damals war der Reaktor ein Symbol des
Kommunismus. Jetzt geht es um Arbeitsplätze“, sagt der Wachmann und rät
zu einer Fahrt am Wasser entlang bis in den Ort Zarnowiec am Nordrand
des Sees. „Fragen Sie die Leute selbst.“
Die Straße erreicht schnell einen Wald, der die wenig einladenden
Industrieanlagen des Südens verbirgt. Unvermittelt tut sich eine Idylle
auf. Hölzerne Ferienhäuschen, malerische Schilfgürtel und schmale
Sandstrände säumen das Ufer. Auf dem Wasser ziehen Schwäne ihre Bahnen.
Einige Maurer legen letzte Hand an einen modernen Backsteinbau. Ein
frisch gezimmerter Holzsteg führt hinunter zum See. Die Kommune
errichtet dort mit EU-Fördermitteln eine kleine Marina.
Der Tourismus ist das wichtigste wirtschaftliche Standbein in der
strukturschwachen Region im äußersten Norden des Landes. Viele gut
betuchte Städter aus Danzig und Warschau haben dort ihre Feriendomizile.
Und es werden immer mehr. Überall am gegenüberliegenden Ufer schimmern
die leuchtend roten Ziegel neuer Sommerhäuser durch die Baumreihen. Mit
dem Bruttoinlandsprodukt wächst in Polen auch die gehobene
Mittelschicht.
Werden die Touristen bleiben, wenn sich das AKW-Kühlsystem eines Tages
aus dem Seewasser speist? „Warten wir es ab“, sagt ein alter Mann im
Rollstuhl, der das Treiben am See beobachtet. „Wenn wir unsere
Sozialsysteme finanzieren wollen, brauchen wir mehr Wirtschaftskraft“,
erklärt er. „Und irgendwoher muss die Energie ja kommen.“ Wie er bei
einem Kernkraft-Referendum stimmen würde, wie es kürzlich die Italiener
abgehalten haben, will er nicht verraten. Die oppositionellen
Sozialisten in Warschau haben kürzlich eine solche Volksbefragung
vorgeschlagen.
In Umfragen sprechen sich in Polen mittlerweile 53 Prozent der Menschen
gegen die Atomkraft aus. Vor der Katastrophe in Fukushima waren es nur
40 Prozent. In ausstiegswilligen Ländern wie der Schweiz und Deutschland
liegt die Ablehnungsquote allerdings bei mehr als 70 Prozent. Und eine
grüne Bewegung wie im Westen existiert in Polen nicht. Premierminister
Tusk ficht all das ohnehin nicht an. Ein Referendum lehnt er ab. „Das
machen wir nur, wenn es in unserem Land ernsthaften Widerstand gegen die
Atomenergie gibt. Und dafür sehe ich keinerlei Anzeichen, weder im
Himmel noch auf Erden.“
Und auch nicht im Naturparadies am Nordufer des Zarnowiec-Sees. Eine
verwunschene Allee führt in das Dorf, das dem Gewässer seinen Namen
gegeben hat. Über den kleinen Platz am Ortseingang hallen Glockengeläut
und Kindergeschrei. Linkerhand erheben sich die mittelalterliche Kirche
und das angegliederte Kloster, in dem bis heute Nonnen des
Benediktinerordens leben. Rechts ducken sich die Schule und der
Kaufmannsladen in den Schatten der Gotteshäuser. Wo sollten Stimmen
gegen den AKW-Bau laut werden, wenn nicht hier?
Alexandra Obszynska indes winkt schnell ab. „Wir reden mit den Kindern
nicht über Radioaktivität“, sagt die junge Schulleiterin mit der
Sonnenbrille im schwarzen Haar. „Unsere Ältesten sind erst zwölf Jahre
alt. Die Initiative müsste von den Eltern ausgehen, finden Sie nicht?“,
fragt sie rhetorisch und ergänzt: „Das Atomkraftwerk ist im Ort kein
Thema.“ Vom früheren Bürgermeister Stanislaw Potrykus ist der Ausspruch
überliefert: „Natürlich wird es Proteste geben. Aber das sind nicht
unsere Leute. Das sind die Besitzer der Ferienhäuser am See –
irgendwelche Künstler aus Warschau.“
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HAZ vom 22.06.2011 |
Deutsche und Polen
Entkrampft |
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VON CHRISTIAN HOLZGREVE
Was sich gestern in Warschau abspielte, sah aus wie ein Betriebsausflug.
Mit nicht weniger als elf Ministern war Kanzlerin Angela Merkel zu den
deutsch-polnischen Konsultationen gereist. Selbstverständlich kann man
fragen - wie bei je- dem Betriebsausflug -, ob das denn wirklich nötig
war. Aber wenn es den Zusammenhalt und den europäischen Teamgeist
stärkt, sollte man wohl nichts dagegen haben. Fest steht jedenfalls: Die
Atmosphäre zwischen Deutschland und Polen ist so entspannt wie nie. Und
das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.
Unvergessen sind die Zeiten, in denen viele Polen in den Deutschen vor
allem ein Volk der Aggressoren und Unterdrücker sahen. Doch auch
hierzulande wirk- ten negative Vorurteile lange nach. Seit im Juni vor
20 Jahren Deutsche und Polen den Nachbarschaftsvertrag geschlossen
haben, gab es immer wieder Fortschritte, aber auch Rückschläge. Man
denke nur an die national-konservativen Kräfte in Polen, die noch vor
jeder Parlamentswahl im Nachbarland versuchten, die Verständigung zu
behindern, aber auch an Rückwärtsgewandte in Deutschland, die nicht
wahrhaben wollten, dass die Zukunft nicht in einer Rückabwicklung der
Ge- schichte liegt, sondern in einer neuen europäischen Gemeinsamkeit.
Das Ende der überhitzten Debatten
Inzwischen gibt es eine erstaunlich positive Bilanz, allen Volten und
politischen Purzelbäumen zum Trotz. Im deutsch- polnischen Verhältnis
sind nicht nur die Politiker einander nähergekommen, auch die Bürger
können dem Miteinander immer mehr Positives abgewinnen. Meinungsumfragen
zeigen, dass Mehrheiten auf beiden Seiten der Grenze ein gutes Bild vom
jeweiligen Nachbarn haben.
Darin spiegelt sich mehr als nur irgend- ein diffuses Bauchgefühl. Die
Deutschen haben in den vergangenen Jahren lernen dürfen, dass Polen
immer mehr seine Rolle als zentraler Partner der Deutschen in der
europäischen Politik annimmt. Sogar noch in der weltweiten
Wirtschaftskrise glänzte der Nachbar Polen mit Zuwachs- raten. Die
Deutschen konnten entdecken, dass in Südeuropa unsolider gewirtschaftet
wird als beim östlichen Nachbarn, der weiter auf Euro-Kurs liegt. Heute
weiß man: Polen wird, als eines der großen Länder der EU, in den
kommenden Jahren eine immer größere politische und wirtschaftliche
Bedeutung in der Gemeinschaft der 27 erlangen.
Seit 2007 die liberal-konservative Regierung von Regierungschef Donald
Tusk in Warschau angetreten ist, hat sich das Verhältnis zu Berlin
entkrampft. Überhitzte Debatten wie die um die Ostsee- Pipeline oder das
Berliner Vertriebenenzentrum wurden von der Kochplatte genommen und
kühlen seither ab. Zugleich pflegen die beiden Präsidenten Christian
Wulff und Bronislaw Komorowski eine persönliche Freundschaft. Wulff trat
am 17. Juni - in Polen allseits beachtet - sogar eine "Berliner Rede" an
den polnischen Amtskollegen ab.
Berlins Scharnier nach Osten
Auch in Brüssel ist Polens Image besser geworden. Polen gilt dort nicht
mehr, wie noch vor wenigen Jahren, als immerfort schwieriger Partner mit
dem Hang zu Extratouren. Überwunden sind die schwierigen Zeiten des
Irak-Kriegs 2003, als Polen es mit den USA hielt, während Deutschland
und Frankreich einen Antikriegskurs steuerten und der Riss quer durch
Europa ging. Zum 1. Juli wird Polen jetzt die halbjährlich wechselnde
EU- Ratspräsidentschaft übernehmen - und es gehört keine Phantasie dazu
festzu- stellen, dass darin für Europa mehr Chancen liegen als in der
noch andauern- den, blassen ungarischen Ratspräsidentschaft. Nicht
Budapest oder Prag, sondern Warschau wird in Berlin eine Führungsrolle
für die mittel- und osteuropäischen EU-Länder zugetraut.
Es liegt deshalb wohl auch ein Stück Berechnung darin, dass die
Bundeskanzlerin gestern mit einem so großen Gefolge nach Warschau
gereist ist. Anders als den deutsch-französischen Konsultationen wohnt
den Begegnungen mit der polnischen Führung noch immer der Reiz des Neuen
und Unerforschten inne. Auch kann Berlin hier neuen Einfluss
demonstrieren.
Merkel muss sich dennoch davor hüten, die derzeit schwierigeren
Beziehungen mit Frankreich durch eine neue Nähe zu dem Nachbarn im Osten
kompensieren zu wollen. Schon Hans-Dietrich Genscher wusste: Beide
Länder, Polen wie Frankreich, haben eine wichtige Scharnierfunktion für
die deutsche Europapolitik. Die noch Anfang der neunziger Jahre im
"Weimarer Dreieck" zwischen Berlin, Warschau und Paris angeschobenen
Prozesse dürfen nicht erlahmen; sie nützen ganz Europa. |
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HAZ vom
16.10.2009 |
Das Bild von den Nachbarn
„Polen verstehen“: Hannover begeht zum ersten Mal einen polnischen Tag
im Rathaus. |
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Von Bernd Haase
„Was unterscheidet Deutsche und Polen voneinander?“
wollte die Referentin Grażyna Engel bei einem
sogenannten interkulturellen Kommunikationstraining im Mosaiksaal des
Rathauses von ihren Zuhörern wissen. Die Antworten waren
aufschlussreich. Polen seien gastfreundlicher, religiöser,
patriotischer, trinkfreudiger, unzuverlässiger und hätten größere
Familien. „Das Bild, das die Deutschen von ihren Nachbarn haben, hat
sich nicht verändert“, kommentierte Engel, die in Stettin geboren ist
und in Hannover lebt.
„Ludzie i
władze – Polen verstehen“ war vor diesem Hintergrund kein
schlecht gewähltes Motto für den ersten polnischen Tag im Rathaus, der
gestern auf der Agenda stand und mehr als 500 Besucher anlockte.
Ideengeber war die Deutsch-Polnische Gesellschaft in Hannover, die
derzeit ebenso auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblickt wie die
Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Posen.
18.000 Hannoveraner
haben entweder die polnische oder eine doppelte Staatsbürgerschaft. „Wir
sind die zweitgrößte Sprachgruppe in der Stadt nach den Türken“, sagt
Dariusz Kaczmarek, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft. Das
ist nicht auf den ersten Blick zu bemerken. Laut Kaczmarek gibt es zum
Beispiel keine polnischen Hochburgen. „Wir sind über die ganze Stadt
verteilt und integrieren uns schnell“, erklärt er. Andererseits
existiert mit dem in Herrenhausen ansässigen SC Polonia seit zehn Jahren
ein polnischer Sportverein, man findet – wenn auch nur wenige –
polnische Restaurants und an der Hannoverschen Straße in Misburg im
Geschäft Lukullus Spezialitäten aus dem Nachbarland. Seit 13 Jahren gibt
es in Hannover eine Woche des polnischen Films.
Die Genannten und einige
andere mehr waren beim deutsch-polnischen Tag vertreten, der Teil der
Reihe „Europa in Hannover“ ist. Besucher durften nicht nur schlesische
Wurst probieren oder junge Frauen in Krakauer Tracht bewundern, sondern
auch an einem Schnupperkursus in polnischer Sprache teilnehmen.
Oberbürgermeister Stephan Weil hatte das ausgelassen, aber zwei Worte
gingen ihm flott über die Lippen: „Serdecznie witamy – Herzlich
willkommen“, sagte er zu Beginn seiner Begrüßungsrede, die den
offiziellen Teil einläutete. Die Veranstaltung sei eine Referenz an die
polnischen Mitbürger, sagte das Stadtoberhaupt. Immerhin bewohne man
„zwei Nachbarwohnungen im europäischen Haus.“ Marek Prawda, Botschafter
Polens in Berlin, hatte sich ins Goldene Buch eingetragen und ging dann
als Hauptredner aufs Politische ein. „Noch ist Polen nicht verstanden“,
war der Titel seiner Ausführungen.
Grażyna Engel,
die Kommunikationsberaterin, hatte in ihrem auf die Einführungsfrage
folgenden Vortrag auf Mentalitätsunterschiede zwischen Polen und
Deutschen hingewiesen. So seien die einen mehr fürs Organisieren, die
anderen fürs Improvisieren. Trotzdem funktioniere die Zusammenarbeit.
Eine Zuhörerin, die wohl nicht viel von Kategoriedenken hält, wies
hinterher auf Widersprüchlichkeiten hin: „Viele Deutsche glauben, die
Polen sind schlampig. Aber jede zweite Putzfrau in Deutschland ist eine
Polin.“ Über diese und andere Erkenntnisse ließ sich hinterher beim
polnischen Büfett im Gartensaal trefflich debattieren. |
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HAZ vom 27.04.2009 |
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Ein europäischer Geburtstag Deutsche und Polen feiern |
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VON FELIX HARBART
Es ist ein historischer Zufall, aber es ist einer, der verbindet: Seit
dem Jahr 1979 besteht in Hannover eine Deutsch-Polnische Gesellschaft
(DPG) – jenem Jahr, in dem aus Kardinal Karol Jozef Wojtyla Papst
Johannes Paul II. wurde. Im Jahr darauf bildete sich die Gewerkschaft
Solidarnosc und gab mit ihrem Widerstand gegen das kommunistische Regime
den Anstoß für die friedlichen Revolutionen Ende der achtziger Jahre.
Eigentlich, sagte Hannovers DPG-Vorsitzender Dariusz Adamczyk am
Sonnabend bei der Feierstunde zum Jubiläum des Vereins, seien 30 Jahre
„nur ein Augenblick im kollektiven Gedächtnis von Völkern“. Hier war es
anders. Seit ihrer Gründung erlebt die hannoversche DPG, wie in beiden
Ländern Geschichte gemacht wird. Und sie hilft, wie Sebastian Szajek von
der Polnisch-Deutschen Gesellschaft aus Hannovers Partnerstadt Posen
sagte, „die gegenseitige Geschichte, Kultur und Sprache besser
kennenzulernen, um sie besser zu verstehen“.
So war auch bei der Geburstagsfeier im Künstlerhaus viel von Geschichte
die Rede. Wojciech Paczkowski, polnischer Generalkonsul in Hamburg,
nannte die DPG „eine der ältesten und verdienstvollsten Organisationen“
in der Zusammenarbeit der beiden Völker, gegründet „von Menschen, die
durchaus bestehende Trennlinien und Grenzen überwinden wollten“. Im
Künstlerhaus war von Trennlinien denn auch nicht mehr viel zu spüren.
„Junge Menschen sollten nicht mehr über Krieg, Vernichtung und
Verteidigung diskutieren“, sagte Adamczyk, „sondern über die Fragen von
heute.“ |
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